Ordination Dr. med. Pavalec

Impingement - Syndrom

 

 

 

Unter einem Impingement – Syndrom versteht man eine Funktionsbeeinträchtigung des Schultergelenkes, die infolge einer chronischen Überbelastung beispielsweise bei Tennis- oder Golfspielern, Schwimmern oder Werfern entstehen kann. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine degenerative Veränderung der Supraspinatussehne. Diese Veränderung entsteht als Folge einer physiologischen Enge im Bereich der Arm drehenden Schultermuskulatur, der so genannten Rotatorenmanschette und der darauf liegenden Schleimbeutel (= Bursia subacromialis). Die Schmerzen entstehen als Folge der Einquetschungen zwischen dem Oberarmkopf und dem darüber liegenden Schulterdach (Acromion und Ligamentum acromio-claviculare).

Das seitliche Anheben des Armes (= Abduktion) erfolgt durch den Zug der Rotatorenmanschette insbesondere durch den Musculus supraspinatus. Im Rahmen dieser Bewegung rutscht der Oberarmkopf unter das Schulterdach, mit der Folge, dass sowohl die Rotatorenmanschette selbst, als auch der Schleimbeutel (Bursa subacromialis) unter das Schulterdach gleitet.


Dieser Ablauf gilt als normal physiologisch, sodass in der Regel für diese Verschiebungen ausreichend Platz vorhanden ist. Ist allerdings aus unterschiedlichen Gründen zu wenig Platz vorhanden, tritt das so genannte Impingement - Syndrom, das subacromiale Engesyndrom auf. Problematisch ist dabei, dass durch das ständige Reiben der Rotatorenmanschette am Schulterdach auf Dauer Schädigungen der Rotatorenmanschette auftreten können, die im Endzustand auch einen kompletten Riss derselben mit sich bringen können. Je nach Ursache und Lokalisation des Impingements, unterscheidet man im Bereich der Schulter verschiedene Formen, die allerdings eine genauere Schulteranatomiekenntnis voraussetzen.


Vereinfacht dargestellt sind an der Entstehung eines Impingementsyndromes drei Komponenten beteiligt. Dies sind:

  1. der Oberarmkopf

  2. das Schulterdach (gebildet aus dem Acromion und Ligamentum acromio-acromiale)

  3. die Rotatorenmanschette mit Bursa subacromialis



Veränderungen einer oder die Kombination mehrerer Komponenten können mögliche Ursachen für die Entstehung eines Impingementsyndroms sein:

  • Übergewicht der oberarmhebenden Muskelgruppen und dadurch bedingtes Aufsteigen des Oberarmkopfes

  • Falsch verheilte Knochenbrüche am Oberarmkopf

  • Überlastungs- und / oder trainingsbedingte Verdickungen der Sehne an der Rotatorenmanschette

  • Volumenzunahme der Sehne und des Schleimbeutels durch chronische Entzündungen

  • Kalkablagerungen in der Sehne

  • Knöcherne Vorsprünge an der Unterfläche des Acromions

  • Arthrose des Schultereckgelenkes (AC-Gelenk)