Ordination Dr. med. Pavalec





Die Leistengegend stellt für unseren Körper eine Schlüsselstelle in der Kraftübertragung zwischen Rumpf und Beinen dar.

Bei sportlicher Betätigung jeglicher Art, die das Hüftgelenk mit einbeziehen, wird die Leistengegend stark beansprucht.

Es wundert daher nicht, dass Leistenbeschwerden einer der häufigsten Gründe darstellt, einen Arzt zu konsultieren.

 

Die Leisteregion setzt sich zusammen aus:



  • knöchernen Strukturen, wie Sitzbein, Schambein, Symphyse und vor allem dem Hüftgelenk,

  • Kapselbandstrukturen des Hüftgelenks,

  • Sehnenanstzen an:

    • Schambein

  • Adduktoren (M. adductor longus, M. gracilis, Mm. adductor magnus et brevis)

    • Symphyse

  • M. rectus abdominis

    • kleinem Rollhügel am Oberschenkelknochen

  • M. iliopsoas

    • vorderem oberen knöchernen Vorsprung an der Darmbeinschaufel

  • M. sartorius



Bei Leistenschmerzen können akute von chronischen unterschieden werden.

Während im akuten Fall meist die Beweglichkeit schmerzhaft beeinträchtigt ist, zeigt der chronische Leistenschmerz eher eine diffuse Schmerzausstrahlung ohne relevante Bewegungseinschränkung.



Beschwerden im Leistenbereich:

  • Leistenbrüche (hier ist nicht immer eine Schwellung bei Aktivierung der Bauchpresse im Leistenbereich zu tasten – Diagnose dementsprechend schwierig)

  • Schleimbeutelentzündungen

  • Sehnenverletzung- u. überlastung

  • Muskelverletzung (Zerrung, Riss)

  • Beckenringinstabilität(Symphysensyndrom) ist eine Kombination verschiedener Probleme, die zu Schmerzen im Bereiche der Schambeine und d. vorderen Verbindung des Beckenrings (Symphyse) führen. Vordere Bauchmuskeln, Adduktoren und Symphyse sind druckschmerzhaft, dessen Folge ist ein Hohlkreuz mit verstärkter Beckenkippung

  • LWS-Erkrankung

  • Hüftgelenkprobleme

  • muskuläre Dysbalancen im Beckenring (Psoas-Syndrom)

  • Hodenerkrankung

  • Einklemmung der Nerven

  • weiche Leiste

Häufig Betroffene sind jene, die Sportarten, die das Becken häufig im Einbeinstand stabilisieren müssen, ausführen, während das andere Bein als Spielbein dynamisch eingesetzt wird.

Zwei Drittel aller Leistenprobleme betreffen Fussballer!

Ebenfalls betroffen sind Personen die:

  • Eishockey

  • Handball

  • Kampfsportarten

  • Sprint- oder Sprungdisziplin

ausüben.



Davon sind deutlich mehr Männer als Frauen betroffen.



Therapie:

  • Sportpause

  • drastische Reduktion der Lauf- und Einzelbeinstandbelastung

  • Lokal entspannende Maßnahmen

  • Schmerzmittel und Entzündungshemmer

  • Dehn- und Kräftigungsbehandlung durch Sportphysiotherapeuten