
Die Leistengegend stellt für unseren Körper eine Schlüsselstelle in der Kraftübertragung zwischen Rumpf und Beinen dar.
Bei sportlicher Betätigung jeglicher Art, die das Hüftgelenk mit einbeziehen, wird die Leistengegend stark beansprucht.
Es wundert daher nicht, dass Leistenbeschwerden einer der häufigsten Gründe darstellt, einen Arzt zu konsultieren.
Die Leisteregion setzt sich zusammen aus:
knöchernen Strukturen, wie Sitzbein, Schambein, Symphyse und vor allem dem Hüftgelenk,
Kapselbandstrukturen des Hüftgelenks,
Sehnenanstzen an:
Schambein
Adduktoren (M. adductor longus, M. gracilis, Mm. adductor magnus et brevis)
Symphyse
M. rectus abdominis
kleinem Rollhügel am Oberschenkelknochen
M. iliopsoas
vorderem oberen knöchernen Vorsprung an der Darmbeinschaufel
M. sartorius
Bei Leistenschmerzen können akute von chronischen unterschieden werden.
Während im akuten Fall meist die Beweglichkeit schmerzhaft beeinträchtigt ist, zeigt der chronische Leistenschmerz eher eine diffuse Schmerzausstrahlung ohne relevante Bewegungseinschränkung.
Beschwerden im Leistenbereich:
Leistenbrüche (hier ist nicht immer eine Schwellung bei Aktivierung der Bauchpresse im Leistenbereich zu tasten – Diagnose dementsprechend schwierig)
Schleimbeutelentzündungen
Sehnenverletzung- u. überlastung
Muskelverletzung (Zerrung, Riss)
Beckenringinstabilität(Symphysensyndrom) ist eine Kombination verschiedener Probleme, die zu Schmerzen im Bereiche der Schambeine und d. vorderen Verbindung des Beckenrings (Symphyse) führen. Vordere Bauchmuskeln, Adduktoren und Symphyse sind druckschmerzhaft, dessen Folge ist ein Hohlkreuz mit verstärkter Beckenkippung
LWS-Erkrankung
Hüftgelenkprobleme
muskuläre Dysbalancen im Beckenring (Psoas-Syndrom)
Hodenerkrankung
Einklemmung der Nerven
weiche Leiste
Häufig Betroffene sind jene, die Sportarten, die das Becken häufig im Einbeinstand stabilisieren müssen, ausführen, während das andere Bein als Spielbein dynamisch eingesetzt wird.
Zwei Drittel aller Leistenprobleme betreffen Fussballer!
Ebenfalls betroffen sind Personen die:
Eishockey
Handball
Kampfsportarten
Sprint- oder Sprungdisziplin
ausüben.
Davon sind deutlich mehr Männer als Frauen betroffen.
Therapie:
Sportpause
drastische Reduktion der Lauf- und Einzelbeinstandbelastung
Lokal entspannende Maßnahmen
Schmerzmittel und Entzündungshemmer
Dehn- und Kräftigungsbehandlung durch Sportphysiotherapeuten