AKUPUNKTUR





Die klassische Nadelakupunktur ist ein Teil der Jahrtausend alten traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Die „Krankheit“ entsteht danach aus einer Störung der im Körper fließenden „Lebensenergie Qi“ (gesprochen „Tschi“). Diese Energie hat verschiedenen Ursprung (angeborenes Qi, Ernährungs-Qi, Atem-Qi, Himmels- und Erd-Qi u.a.). Beeinflusst wird die Energie von vielen Faktoren und dem Wandel der Umwelt („Tao“). Neben dem Tao und dem Qi ist als dritter Pfeiler der chinesischen Naturphilosophie das Yin und Yang von großer Bedeutung. Diese bedeuten eine gleichzeitige Existenz von polaren Gegenspielern, z.B. kalt und heiß, hell und dunkel, … usw.





Die Lebensenergie Qi fließt in dem menschlichen Körper in bestimmten Bahnen („Meridiane“) großteils an der ganzen Körperoberfläche. Es bestehen teilweise Verbindungen der Meridiane untereinander und auch mit inneren Organen, die aber in der TCM manchmal eine etwas andere funktionelle Bedeutung haben wie in der Schulmedizin. Auf den Meridianen liegen die meisten der Akupunkturpunkte (ca. 672). Zusätzliche Akupunkturpunkte existieren vor allem am Ohr, dem Kopf und den Händen. Mit Stimulation oder Beruhigung mittels Nadelstich, Erwärmung oder auch Druck bestimmter, dem Krankheitsbild entsprechender ausgewählter Punkte, kann der Qi-Energiefluss reguliert werden. Damit lässt sich eine Vielzahl von Krankheitsbildern, Schmerzsyndromen oder Funktionsstörungen positiv beeinflussen, oft sogar ganz heilen innerhalb weniger Sitzungen.





Akupunktur hilft bei Kopfschmerzen

Im Rahmen der weltweit größten Akupunktur-Studie (German Acupuncture Trials) stellten deutsche Forscher der Universität Duisburg-Essen fest, dass bei Migräne Akupunktur genauso wirksam ist wie eine langfristige medikamentöse Behandlung. Insgesamt wurden 1.370 Schmerzkranke akupunktiert; wobei ein starker Rückgang von Migräne und Spannungskopfschmerzen feststellt wurde. Mehr als 80 Prozent der Akupunktur-Patienten bezeichneten die Therapie als Erfolg. Hingegen brachen die Teilnehmer, die medikamentös behandelt wurden, zu einem hohen Prozentsatz die Therapie ab – zum Teil wegen der Nebenwirkungen. Von den Migräne-Patienten fühlten sich 74 Prozent mit Akupunktur erfolgreich behandelt, dagegen waren nur 62 Prozent der medikamentösen versorgten Patienten zufrieden.



Anwendung der Akupunktur

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Reihe von Krankheiten definiert, bei denen die Akupunktur sinnvoll eingesetzt werden kann. Häufige Anwendungsgebiete der Akupunktur sind:

· Kopfschmerzen und Migräne

· Rheumatische Beschwerden

· Rückenschmerzen

· Nervenschmerzen

· Raucher-Entwöhnung

· Chronische Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma)



Durchführung

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegt er oder sitzt bequem. Eine komplette Therapie umfasst zehn solcher Sitzungen.


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